Investor Relations    Corporate Governance

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289aHGB


Im gesamten HOCHTIEF-Konzern und damit für alle Unternehmensbereiche gilt das Prinzip einer guten Corporate Governance als essenzieller Anspruch. „Corporate Governance“ – das sind die Grundsätze und der Ordnungsrahmen der Unternehmensführung und -überwachung.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der jeweils aktuellen Fassung ist bei HOCHTIEF der Maßstab dafür.

Der Vorstand berichtet nachfolgend – zugleich auch für den Aufsichtsrat – über die Corporate Governance bei HOCHTIEF gemäß den Regelungen des Kodex.

Die HOCHTIEF Aktiengesellschaft bekennt sich zu den Prinzipien einer verantwortlichen, transparenten und auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Gute Corporate Governance bildet die Basis für das Vertrauen unserer Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit.

Im Februar 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben, die an der angegebenen Stelle im Wortlaut wiedergegeben ist.

Die in der Entsprechenserklärung vom Februar 2015 genannten vier Punkte, in denen den Empfehlungen des Kodex nicht oder nur eingeschränkt entsprochen wird, haben Vorstand und Aufsichtsrat, wie angekündigt, beobachtet und eine Anwendung der Kodexregelungen erneut geprüft.

Aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung vom Mai 2015 entspricht HOCHTIEF seit Juli 2015 den Empfehlungen des Kodex im Hinblick auf die Gestaltung der Vergütung des Aufsichtsrats. Die Entsprechenserklärung wurde im Juni 2015 entsprechend aktualisiert. Bei den drei übrigen Abweichungen vom Kodex sind Vorstand und Aufsichtsrat nach wie vor der Ansicht, dass es sich hierbei um gut begründete Ausnahmen handelt. In der nachfolgend abgedruckten Entsprechenserklärung sind die Gründe für die Nichtanwendung der Kodexregelungen erläutert. Im Übrigen entspricht HOCHTIEF sämtlichen Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellen Fassung.

Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den Führungsebenen unterhalb des Vorstands (§§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG)

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom Mai 2015 sind börsennotierte oder der Mitbestimmung unterliegende Unternehmen wie die HOCHTIEF Aktiengesellschaft verpflichtet, erstmals Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Außerdem ist zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Dabei darf bei der erstmaligen Festlegung die Umsetzungsfrist nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen. Eine Ausnahme sieht das Gesetz für den Frauenanteil im Aufsichtsrat börsennotierter und zugleich voll mitbestimmungspflichtiger Gesellschaften wie der HOCHTIEF Aktiengesellschaft vor. Für solche Aufsichtsräte gilt bereits ab dem 1. Januar 2016 ein gesetzlicher Mindestanteil von jeweils 30 Prozent Frauen und 30 Prozent Männern bei Neubesetzungen von freiwerdenden Aufsichtsratsmandaten.

Der Aufsichtsrat der HOCHTIEF Aktiengesellschaft hat am 24. September 2015 für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße von 30 Prozent beschlossen. Für den Frauenanteil im Vorstand der Gesellschaft hat er eine Zielgröße von 0 Prozent und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Damit wird bezüglich des Vorstands der aktuelle Stand festgehalten.

Für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der HOCHTIEF Aktiengesellschaft jeweils eine Zielgröße von 7,69 Prozent und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Damit wird der aktuelle Stand festgehalten. Dies schließt eine Steigerung des Frauenanteils auf diesen beiden Führungsebenen bis zum Ablauf der Umsetzungsfrist nicht aus.

Auch für alle weiteren im HOCHTIEF-Konzern von dem Gesetz betroffenen Gesellschaften sind Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Geschäftsleitung und den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitung sowie die Umsetzungsfristen rechtzeitig in der Zeit bis zum 30. September 2015 festgelegt worden.