Besonderheiten der Baubilanzen

Bilanzierung von Bauaufträgen

Gemessen an den Fertigungs- und Absatzfristen anderer Industriezweige ist das Bauen in der Regel langfristig, erstreckt sich die Abwicklung eines Bauauftrages doch häufig über einen oder mehrere Bilanzstichtage hinweg. Nicht abgerechnete Fertigungsaufträge werden in der Konzernbilanz nach der Percentage- of-Completion (PoC) - Methode mit den Herstellungskosten zuzüglich eines realisierten Ergebnisanteils entsprechend dem Leistungsfortschritt ausgewiesen. Drohende Verluste aus nicht abgerechneten Fertigungsaufträgen sind dabei sofort nach Erkennen, also im Abschluss des laufenden Geschäftsjahres zu berücksichtigen.

Soweit die Aufträge nach Aufrechnung mit den vom Bauherrn erhaltenen Anzahlungen einen positiven Saldo ausweisen, sind die Aufträge unter Forderungen aus PoC zu aktivieren.

Übersteigen die vom Bauherrn erhaltenen Anzahlungen die Forderungen aus PoC, so ist der Saldo ist unter dem Posten Verbindlichkeiten aus PoC zu passivieren. Eine Saldierung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus verschiedenen construction contracts ist nicht zulässig.