Tunnel Rastatt / Aus-und Neubaustrecke Karlsruhe Basel

LandDeutschland
KundeDB Netz AG
Bauzeit2014 - 2018
Auftragsvolumen312 Mio Euro

Der Tunnel Rastatt ist Teil der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel der Deutschen Bahn. Nach dessen Fertigstellung wird das Stadtgebiet von Rastatt künftig deutlich vom Schienenverkehr entlastet, da der Großteil des Güter- und Fernverkehrs durch den Tunnel geführt wird.

Seit 2014 baut HOCHTIEF den mehr als vier Kilometer langen Rohbau des Tunnel Rastatt in einer Arbeitsgemeinschaft. Schwerpunkt der Baumaßnahme sind zwei parallel verlaufende, eingleisige Haupttunnel, die direkt unter dem Stadtgebiet von Rastatt bei teilweise geringer Überdeckung hindurchführen. Die Haupttunnel werden mit zwei Tunnelvortriebsmaschinen (TVM) zeitversetzt aufgefahren und mit Tübbingen einschalig ausgebaut. Als vorlaufende Maßnahmen zu den Vortriebsarbeiten werden umfangreiche Bodenvereisungen für den Bau der Verbindungsbauwerke zwischen den beiden Haupttunneln sowie bei der Unterfahrung von bestehenden Gleisanlagen der Rheintalbahn ausgeführt.

Der Auftrag umfasst auch die Herstellung der beiden Trogstrecken sowie eines Versorgungsschachts und eines Betriebsgebäudes.

Besonderheiten

  • Ausführung von Bauwerken in großer Tiefe und in durchlässigen Böden mit hoch anstehendem Grundwasser, das nicht abgesenkt werden darf.
  • Der Bauablauf sieht den zeitversetzten Einsatz von zwei Tunnelvortriebsanlagen vor.
  • Die Gleise der Rheintalbahn werden bei geringster Überdeckung und der 200 Meter langen und zwei Meter dicken ringförmigen Baugrundvereisungen unterfahren.
  • Voruntersuchungen zur Einflussnahme der Bodenvereisung auf die Qualität der Bentonit-Stützflüssigkeit beim Durchörtern mit der TVM.
  • Der TVM-Start erfolgt aus einer Schlitzwandbaugrube mit dem bewährten HOCHTIEF-System der Fliegenden Anfahrt (Patent HOCHTIEF).
  • Einflüsse aus dem Vortrieb auf die Geländeoberfläche werden in Echtzeit mit dem Monitoring-Verfahren IRIS-Tunnel erfasst.

Baumethoden

  • Die beiden eingleisigen Tübbing-Haupttunnel entstehen in einschaliger Bauweise.
  • Die Trogbauwerke und die Tunnel in offener Bauweise sind in wasserdichten Baugruben aus Spundwänden sowie teilweise aus Schlitz- und Bohrpfahlwänden und rückverankerten Unterwasserbetonsohlen zu errichten.
  • Acht Verbindungsbauwerke zwischen den Tübbing-Haupttunneln werden im Schutze einer Sole-Baugrundvereisung und im NÖT-Vortriebsverfahren aufgefahren.
  • Im Bereich der Tübbingöffnungen zu den Verbindungsbauwerken werden Sondertübbinge mit integrierten Stahl-Verschraubungskästen nach einem patentierten System von HOCHTIEF installiert.

 

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