Meisterhäuser in Dessau
1925 zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau. Dort wurden nach den Plänen von
Bauhaus-Gründer Walter Gropius 1925/26 neben seinem eigenen Haus drei
Doppelhäuser für die am Bauhaus tätigen Lehrer errichtet. Wassily Kandinsky
wohnte und arbeitete von 1925 bis 1932 Tür an Tür mit Paul Klee. Außerdem
bezogen László Moholy-Nagy und Lyonel Feininger sowie Georg Muche und Oskar
Schlemmer jeweils eines der Meisterhäuser.
Die Häuser, von denen die Villa Gropius und ein halbes Doppelhaus im Krieg zerstört wurden, haben seit der Verfemung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten eine bewegte Vergangenheit hinter sich.
So wurden
zusätzliche Wände eingezogen und die großen Atelierfenster zugemauert. Obwohl
die Häuser durch jahrzehntelange Nutzung stark sanierungsbedürftig waren, blieb
ein großer Bestand der Originalsubstanz erhalten.
Die Meisterhäuser gelten mit ihren klaren Formen und ihrer ökonomischen Raumaufteilung nach wie vor als vorbildliches Beispiel der Bauhaus-Moderne. Grund genug für die UNESCO, die Meisterhäuser gemeinsam mit dem Bauhaus-Gebäude Ende 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen.
Weitere Informationen zu den Meisterhäusern finden Sie unter www.meisterhaeuser.de sowie unter www.bauhaus-online.de.
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