Kennzahlen zu Klima- und Ressourcenschutz (Stand: 31.12.2016)

Die Aktivitäten unseres Kerngeschäfts haben Auswirkungen auf die Umwelt. Sowohl der Bau von Gebäuden und Verkehrsinfrastrukturprojekten als auch das Minengeschäft beeinflussen Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und Klima ebenso wie die biologische Vielfalt.

Die nachfolgenden Umweltkennzahlen ebenso wie die Konzern-Coverage (Abdeckung der erfassten Daten bezogen auf die Konzernleistung) sind in Relation zur erbrachten Konzernleistung des jeweiligen Jahres zu sehen und sind zudem direkt abhängig von Art und Umfang der jeweiligen Projekte.

Leistung 2016

Umweltschäden

Schwerwiegende Schäden, die die natürliche Umwelt negativ beeinflussen, müssen bei HOCHTIEF gemeldet werden. Dazu dient ein Kriseninformationssystem. HOCHTIEF teilt Umweltschäden in drei Kategorien ein, die in den einzelnen Unternehmenseinheiten bei Bedarf noch spezifiziert werden:

  • Kategorie 1: massives Schadenspotenzial mit anzunehmenden irreversiblen beziehungsweise langfristigen Schäden
  • Kategorie 2: leichtes bis mittleres Schadenspotenzial
  • Kategorie 3: Bagatellunfälle ohne größeres Schadenspotenzial oder Beinaheunfall

Umweltschadensfälle werden genau analysiert und das Geschehen wird aufgearbeitet. Dazu werden sie über ein Berichtswesen erfasst und ausgewertet. Ebenso verfahren wir mit sogenannten Beinaheunfällen im Umweltbereich, denn sie liefern relevante Erkenntnisse über Risiken. Mit entsprechenden Maßnahmen sollen die jeweiligen potenziellen Umweltschäden künftig vermieden werden.

Im Jahr 2016 wurden innerhalb des HOCHTIEF-Konzerns keine Umweltschäden der Kategorie 1 und sechs Umweltschäden der Kategorie 2 gemeldet. Kleinere Umweltschäden beziehungsweise Bagatellschäden der Kategorie 3 werden im Verantwortungsbereich der jeweiligen Gesellschaft reguliert und nicht konzernweit berichtet.

Bußgelder

Im Berichtsjahr wurden keine monetären Strafen gegen HOCHTIEF aufgrund von Verstößen gegen Umweltvorschriften verhängt. (Die interne Berichtsgrenze liegt bei 10.000 Euro.)

Wasserverbrauch im HOCHTIEF-Konzern

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser gewinnt zunehmend an Relevanz. Bei Bauprozessen ist der Wasserbedarf häufig hoch, zudem sind sie oft mit Eingriffen in den Grundwasserhaushalt verbunden. Individuelle Wassererhaltungsmaßnahmen und -konzepte werden deshalb bei jedem Projekt erarbeitet, um schonend und verantwortungsvoll vorzugehen.

  Wasserverbrauch (in m3) Konzern-Coverage
2016 13.080.988 50 %
2015 11.900.000 46 %
2014 8.180.000* 50 %
2013 19.679.874 67 %
* Zahlen wurden aufgrund einer erneuten, genaueren Erhebung der Division HOCHTIEF Asia Pacific nach dem Berichtsjahr 2014 angepasst.

Abfallaufkommen im HOCHTIEF-Konzern

Bei Bauprozessen entstehen in der Regel große Mengen an Abfall. Wir bei HOCHTIEF messen dem verantwortungsvollen Umgang, insbesondere mit dem mineralischen Anteil des Bauabfalls, große Bedeutung bei – gerade vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit. Das Recycling von Abfällen schont die Umwelt und trägt dazu bei, Entsorgungskosten zu vermeiden. Die konzernweite Recyclingquote lag 2016 bei 74,3 Prozent (Vorjahr 81,9 Prozent). Diese Zahl unterliegt Schwankungen, die etwa durch die Kontamination großer Mengen mineralischer Bauabfälle, zum Beispiel Aushubmaterialien, bedingt sind.

  Abfallaufkommen (in t) Konzern-Coverage*
2016 2.143.758 98 %
2015 3.897.625 100 %
2014 3.747.136** 100 %
2013 3.011.091 94 %
* Coverage = Abdeckung der berichteten Daten, bezogen auf die Konzernleistung
** Zahlen wurden aufgrund einer erneuten, genaueren Erhebung der Division HOCHTIEF Asia Pacific nach dem Berichtsjahr 2014 angepasst.

Art der Entsorgungsmethode im HOCHTIEF Konzern im Jahr 2016 (in t)

Wiederverwendung 408.657
Recycling (einschließlich Energierückgewinnung) 1.158.035
Deponierung/Beseitigung 548.623

Energieverbrauch sowie CO₂-Emissionen der wesentlichen Unternehmenseinheiten (2016)

Die folgenden Kennzahlen stellen den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen der wesentlichen Unternehmenseinheiten in den Divisions HOCHTIEF Americas, HOCHTIEF Asia Pacific und HOCHTIEF Europe dar. Die Daten wurden mehrheitlich auf Basis der stoffspezifischen Kostenarten unter der Annahme mittlerer Preise ermittelt. Das Verhältnis von Material- und Dienstleistungskosten der Division HOCHTIEF Europe wurde auch auf die Division HOCHTIEF Americas übertragen.

Für das Baugeschäft gilt grundsätzlich, dass die Höhe der Energieverbräuche und die daraus ermittelten CO2-Emissionen direkt von Art, Umfang und Standort der jeweiligen Projekte beeinflusst werden. Beispielsweise ist der Betrieb einer Tunnelbaustelle mit maschinellem Vortrieb erheblich energieintensiver als eine Hochbaubaustelle. Alle hier genannten Kennzahlen beziehen sich ausschließlich auf Materialien und Leistungen, die vom HOCHTIEF-Konzern eingekauft wurden. In der Division HOCHTIEF Asia Pacific entsprechen die Kennzahlen den verpflichtenden Anforderungen des National Greenhouse and Energy Reporting Act (2007).

Aufgrund des unterschiedlichen Detaillierungsgrads der Datenerhebung in den HOCHTIEF-Divisions ist die Vergleichbarkeit noch nicht vollständig gegeben. Im Jahr 2016 haben wir eine konzernweite Nachhaltigkeitssoftware implementiert, mit der wir gezielt daran arbeiten, langfristig eine vergleichbare Datenbasis aufzubauen.

Treibhausgasemissionen (2016)


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HOCHTIEF CR