Blickpunkt

Im Blickpunkt: Giganten im Erdreich (Januar 2003)

Sophiatunnel Rotterdam

Sophia ist standhaft ...

... und gibt nicht nach. Keine Selbstverständlichkeit, denn der Erdboden unter den vier Kilometer langen Doppelröhren des Sophiatunnels besteht aus wassergesättigten Sandschichten und verhält sich daher wie Fließsand. Selbst herkömmliche Tunnelbohrmaschinen würden hier keinen leichten Stand haben. Umso größer ist die Herausforderung für HOCHTIEF. Das Unternehmen setzt beim Bau des Tunnels, der zur 160 Kilometer langen niederländischen Betuweroute gehört, eine neuartige Maschinentechnik ein.

Teilstück der Betuweroute

Diese kann gleichzeitig bohren und den entstandenen Hohlraum mit Tübbingen verkleiden – also zwei Arbeitsschritte in einem ausführen. Eine Besonderheit, die erstmals im Soft-Ground eingesetzt wurde. Einziger Nachteil: Das Vortriebsgerät ist länger und schwerer als herkömmliche Maschinen. HOCHTIEF leistet daher unter der Erde Präzisionsarbeit, um das Gerät auf Kurs zu halten.

Dieser steht für das derzeit größte Infrastrukturprojekt der Niederlande genau fest: Ab 2006 soll die Schienenverbindung, die zunächst bis zur deutschen Grenze reicht, die Autobahnen spürbar entlasten und für mehr staufreie Zonen sorgen. Ähnlich wie in Lübeck, wo HOCHTIEF das erste privat finanzierte Infrastrukturprojekt Deutschlands realisiert: den Herrentunnel.

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