
"Das Haus demonstriert: Nachhaltigkeit ist Lebensqualität. Es zeigt marktfähige Innovationen. Wir wünschen uns, dass möglichst viele davon auch im realen Wohnungsbau umgesetzt werden," sagte HOCHTIEF-Chef Herbert Lütkestratkötter bei der Eröffnung im April 2010. Das Team der TU Darmstadt hat mit dem Plus-Energie-Haus 2009 zum zweiten Mal nach 2007 den weltweiten Solar Decathlon-Wettbewerb für solare Baukultur gewonnen.
Das Besondere an dem von Studenten entwickelten Solarhaus: Hier wird hoher Wohnkomfort mit energiesparenden und energiegewinnenden Systemen verbunden. Die für den Betrieb benötigte Energie wird am und im Haus gewonnen. Es ist somit ein Plus-Energie-Haus und ein wichtiges Modell für Baukultur der Zukunft. HOCHTIEF ist Branchenpionier beim nachhaltigen Bauen, und unterstützt daher die Forschung in diesem Bereich.
Der Wettbewerb, der zum vierten Mal stattfand, hat das Ziel, die Potenziale des solaren Bauens im Rahmen einer
Bauausstellung einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Er dient zudem dem internationalen
Austausch im Bereich des solaren, energieeffizienten und nachhaltigen Bauens und Wohnens. Die zirka
Das von uns unterstützte Siegerhaus "surPLUShome" der TU Darmstadt überzeugte die Juroren vor allem mit seiner positiven Energie-Bilanz. Im Haus selbst wird mehr Energie gewonnen als verbraucht. Hochdämmende Außenwände, geregelte Lüftung und Wärmerückgewinnung, verbesserte Energiebereitstellung durch eine Wärmepumpe, Fotovoltaik-Panels an der gesamten Außenhülle sowie eine neuartige Kühldecke zeichnen das Konzept aus.
Das "surPLUShome" ist ein wichtiger Forschungsbeitrag für die Zukunft: Studien belegen, dass der Energieverbrauch
von Gebäuden etwa
HOCHTIEF, ein Branchenpionier beim nachhaltigen Bauen, hatte bereits 2007 das Sieger-Projekt der TU Darmstadt beim Solar Decathlon unterstützt.
Die jungen Forscher aus Darmstadt überzeugten in Sachen Energiebilanz und konnten gleich drei der zehn Teildisziplinen Architektur, Ingenieurwesen und Lichttechnik für sich entscheiden. Das Solarhaus aus Darmstadt war 2008 auf der internationalen Baufachmesse "Deubau 2008" in der Messe Essen zu sehen. Dort wurde es auf dem Stand des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung exklusiv der deutschen Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Studenten aus Maryland gewannen mit ihrem Gebäude in der Kategorie Kommunikation und erreichten in den Disziplinen Architektur, Markttauglichkeit und Lichttechnik sowie in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Beim "LEAF House" dient Regenwasser, gefiltert durch die begrünte Südwand des Gebäudes, zur Wasserversorgung und Klimatisierung der Räume. Ein Wohnraum-Wasserfall regelt die Luftfeuchte, die aufgrund der häufigen Niederschläge in Maryland sehr hoch ist. Namensgeber für das Experiment ist das biologische Blatt (engl. leaf), das beste Beispiel in der Natur für die Umwandlung von Sonnenlicht in Energie. Nach diesem Vorbild decken 52 Photovoltaik-Panele den Energiebedarf des Gebäudes. Turner stellte für das "LEAF House" sein Projektmanagement-Wissen sowie Materialien zu Verfügung.