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Windenergiepark Amrum Bank

Nachdem die Technologie zur Gewinnung von Windenergie an Land weitgehend ausgereift ist und sich als effizient erwiesen hat, entstehen in Deutschland erste sogenannte "Offshore-Windenergieparks", was übersetzt "vor der Küste" bedeutet. Die hohe durchschnittliche Windgeschwindigkeit auf dem Wasser erlaubt es, im Meer gewaltige, bislang ungenutzte Energiepotenziale zu erschließen. Die neuen Anlagen basieren auf der Weiterentwicklung der vorhandenen Technologie für Windenergieparks auf dem Land. Sie werden vor allem in der Nord- und Ostsee gebaut. Dafür sprechen drei Gründe: Erstens: Die Gewässer verfügen über die notwendige Tiefe.

Windenergiepark Amrum Bank
Windenergiepark Amrum Bank

Zweitens: Die Energiekosten in der Region liegen vergleichsweise hoch und fördern damit die Wettbewerbsfähigkeit der Windenergie. Drittens: Mögliche Landstandorte sind weitgehend besetzt. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2030 20.000 bis 25.000 Megawatt (MW) mit Offshore-Energie gewinnen lassen.

Windenergiepark Amrum Bank
Windenergiepark Amrum Bank

Die Niederlassung Civil Engineering and Marine Works von HOCHTIEF Construction hat 2005 den ersten Messmast für die Windenergieparks Amrum Bank West und Nordsee Ost errichtet. Dazu wurde 35 Kilometer vor der Insel ein insgesamt fast 90 Meter hoher Mast gebaut und in einer Wassertiefe von 22 Metern in den Boden gerammt. Die Messstation erfasst rund um die Uhr die Windgeschwindigkeit auf verschiedenen Höhen, die Wassertemperatur sowie die Wellenhöhe und -richtung. Bis 2010 sorgt die HOCHTIEF-Niederlassung dafür, dass die Messungen reibungslos funktionieren. Gleichzeitig war sie für die Inbetriebnahme, den Probebetrieb sowie die Wartung des Mastes zuständig. Die beiden Windenergieparks sollen nach ihrer Fertigstellung über eine Nennleistung von zirka 700 MW verfügen.