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Wiederaufbau (1945-1966)
1945 bot HOCHTIEF ein Bild der Zerstörung. Die Baustellen und Niederlassungen
östlich der Oder-Neiße Linie, Königsberg, Danzig, Kattowitz und Krakau, mussten
aufgegeben werden. Wie diesen erging es später den Niederlassungen in der
sowjetisch-besetzten Zone, Halle, Magdeburg und Leipzig. Der
Vorstandsvorsitzende Eugen Vögler befand sich auf der Flucht vor den
Besatzungsbehörden. Artur Konrad (1882-1970) übernahm die Leitung des
Unternehmens bis 1950; ihm folgte Josef Müller (1893-1981).
Überlebende versuchen Alltag zu organisieren
Von überall her kehrten die Mitarbeiter zu ihren Heimatorten zurück. Unter den
schwierigen Bedingungen des besiegten und großen Teils zerstörten Deutschland
versuchten sie, ihren Alltag zu organisieren. In ihren zerbombten und mit
Vertriebenen überfüllten Städten empfand sich die Mehrheit der deutschen
Bevölkerung selbst als Opfer. Von "Kriegsschuld", Judenvernichtung und anderen
nationalsozialistischen Verbrechen wollte die Mehrheit der Deutschen nichts
hören.
Niederlassungen durch Bomben zerstört
Überall fehlte es an Lebensmitteln, aber auch an Baumaterial, Maschinen und
Arbeitskräften. Die HOCHTIEF-Niederlassungen waren zum überwiegenden Teil durch
Bomben beschädigt oder zerstört. Viele Baumaschinen und Werkzeuge waren
gestohlen oder unbrauchbar. Die Not machte erfinderisch. Zum Beispiel baute ein
HOCHTIEF-Ingenieur mit einem geretteten Bagger eine Art bergbaulichen Betrieb
auf.
An zwei Standorten, in Bülitz an der Elbe und in Delliehausen bei
Göttingen, baute er "Braunkohle" ab, deren Qualität aber wohl dermaßen schlecht
war, dass sie "brennbare Blumenerde" genannt wurde. Immerhin warf der Betrieb
soviel ab, dass er ein Grundstück in Hannover erwerben konnte, auf dem dann ein
HOCHTIEF-Büro einrichtet wurde.
Trotz aller Probleme nahmen die HOCHTIEF-Mitarbeiter die Arbeit auf. Nach dem
Krieg galt es zunächst, Trümmer zu beseitigen und zerstörte Verkehrswege und
Gebäude zumindest notdürftig zu reparieren. Aufträge für Neubauten blieben die
Ausnahme. Erst nach der Währungsreform 1948 trat eine deutliche Besserung der
Auftragslage ein. Auch für HOCHTIEF begannen die "Wirtschaftswunderjahre".
Gebaut wurden Wohnungen und Fabriken, aber natürlich auch Verwaltungsgebäude.
Als einen sehr frühen großen Hochbauauftrag errichtete HOCHTIEF nach dem Krieg
die Universitäts-Kliniken auf dem Venusberg in Bonn (1946-1949).
Ab 1951 versuchte der Vorstand von HOCHTIEF, das nach dem Krieg brachliegende
Auslandsgeschäft wieder zu beleben. Der Bau der Nilbrücke Mansourah in Ägypten
(1951-1952) machte hierbei den Anfang. Auch aus der Türkei erhielt HOCHTIEF
Aufträge: 1952 begann der Bau der Wasserkraftanlage Sariyar, 1953 der der
Kraftzentrale Izmir. 1954 beteiligte sich HOCHTIEF an einer Gesellschaft für
Hafenbau in Kandla (Indien).
Aufräumarbeiten bestimmten das Geschäft
Trotz aller Probleme nahmen die HOCHTIEF-Mitarbeiter die Arbeit auf. Nach dem
Krieg galt es zunächst, Trümmer zu beseitigen und zerstörte Verkehrswege und
Gebäude zumindest notdürftig zu reparieren. Aufträge für Neubauten blieben die
Ausnahme. Erst nach der Währungsreform 1948 trat eine deutliche Besserung der
Auftragslage ein. Auch für HOCHTIEF begannen die "Wirtschaftswunderjahre".
Gebaut wurden Wohnungen und Fabriken, aber natürlich auch Verwaltungsgebäude.
Als einen sehr frühen großen Hochbauauftrag errichtete HOCHTIEF nach dem Krieg
die Universitäts-Kliniken auf dem Venusberg in Bonn (1946-1949).
Abu Simbel macht HOCHTIEF international bekannt
Ab 1951 versuchte der Vorstand von HOCHTIEF, das nach dem Krieg brachliegende
Auslandsgeschäft wieder zu beleben. Der Bau der Nilbrücke Mansourah in Ägypten
(1951-1952) machte hierbei den Anfang. Auch aus der Türkei erhielt HOCHTIEF
Aufträge: 1952 begann der Bau der Wasserkraftanlage Sariyar, 1953 der der
Kraftzentrale Izmir. 1954 beteiligte sich HOCHTIEF an einer Gesellschaft für
Hafenbau in Kandla (Indien).



