- Herausragendes Wachstum beim operativen Nettogewinn um 26 % auf 789 Millionen Euro gegenüber Vorjahr (ggü. Vj.) (+35 % währungsbereinigt); oberhalb der Prognose für das Geschäftsjahr 2025 (750–780 Millionen Euro)
- Der nominale Nettogewinn steigt um 16 % auf 902 Millionen Euro
- Umsatzwachstum von 15 % ggü Vj. (21 % währungsbereinigt)
- Starker operativer Cashflow von 2,1 Milliarden Euro; Anstieg um 248 Millionen Euro vor Factoring; anhaltend hohe Cash-Konversion
- Deutlicher Anstieg des Auftragseingangs auf 52,6 Milliarden Euro (32 % ggü Vj. ,4. Quartal +76 %); Wert entspricht dem 1,3-fachen der Jahresleistung
- Fokus auf strategische Wachstumsmärkte (über 55 % der Neuaufträge)
- Rekord-Auftragsbestand von 72,5 Milliarden Euro; Anstieg um 4,9 Milliarden Euro bzw. 18 % auf vergleichbarer Basis und währungsbereinigt
- Dividendenvorschlag für 2025: 6,60 Euro pro Aktie (+26 %)
- Starke Wachstumsentwicklung setzt sich fort. Guidance für 2026: operativer Konzerngewinn steigt auf 950–1.025 Millionen Euro (+20–30 % gegenüber Vorjahr
- Dies entspricht einer Verdopplung des Gewinns in 2026 (ggü. 2022)
- HOCHTIEF ist hervorragend positioniert als globaler Anbieter von Infrastruktur-Komplettlösungen in wichtigen strategischen Wachstumsbereichen KI, Digitales und Technologie, Energie (einschließlich Kernenergie), Verteidigung, kritische Mineralien; Marktführerschaft basiert auf risikoarmen Geschäftsmodellen
„HOCHTIEF hat im Jahr 2025 herausragende operative und finanzielle Ergebnisse erzielt. Wir haben große Fortschritte bei der Umsetzung unserer Strategie gemacht und der Aktienkurs stieg in den vergangenen zwölf Monaten um 160 % auf Rekordhöhe“, sagte CEO Juan Santamaría.
Der Umsatz von HOCHTIEF stieg im Jahresvergleich um 15 % auf über 38 Milliarden Euro im Jahr 2025. Währungsbereinigt belief sich der Anstieg sogar auf 21 %. Als Folge der erfolgreichen Umsetzung der Strategie erhöhten sich die Margen und der operative Nettogewinn von HOCHTIEF um 26 % auf 789 Millionen Euro, was einem währungsbereinigten Anstieg von +34 % entspricht. Dieses Ergebnis übertraf deutlich die operative Nettogewinnprognose, die der Konzern vor zwölf Monaten (680–730 Millionen Euro) abgegeben hatte, und lag sogar über dem im November aktualisierten Gewinnziel für 2025 von 750–780 Millionen Euro. Der nominale Nettogewinn lag mit 902 Millionen Euro um 16 % höher als im Vorjahr.
Die Qualität der Erträge von HOCHTIEF wird durch die gute Cash-Konvertierung im Berichtsjahr untermauert. Dank der starken Entwicklung des Nettoumlaufvermögens lag der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Factoring mit 2,1 Mrd. Euro um 248 Mio. Euro über dem Vorjahr. Trotz erheblicher strategischer M&A-Investitionen und Dividendenzahlungen konnte HOCHTIEF die Nettoverschuldung reduzieren.
Ein weiteres Highlight im Geschäftsjahr 2025 war der beschleunigte Zuwachs beim Auftragseingang. Das Volumen der Neuaufträge stieg gegenüber dem Vorjahr währungsbereinigt um 32 % auf 52,6 Mrd. Euro. Vor allem das vierte Quartal entwickelte sich aufgrund bedeutender Geschäftsabschlüsse in den strategischen Wachstumsbereichen stark. In Summe führte dies zu einem Rekord-Auftragsbestand von 72,5 Milliarden Euro zum Jahresende, was einem Anstieg von 18 % entspricht. Er bildet eine solide und breit gefächerte Grundlage für weiteres Wachstum.
Strategische Umsetzung
CEO Juan Santamaría: „Unser Konzern ist als globaler Anbieter von technischen Infrastruktur-Komplettlösungen hervorragend positioniert. Wir haben uns zum Marktführer in schnell wachsenden strategischen Wachstumsbereichen wie dem KI-, Digital- und Tech-Sektor sowie den Segmenten Energie/Kernenergie, kritische Mineralien und Verteidigung entwickelt. Auf diesen Feldern steigt die Nachfrage nach moderner Infrastruktur immer stärker. Wir profitieren von unserer langjährigen, lokalen Präsenz in unseren Kerninfrastrukturmärkten in Nordamerika, Australien und Europa. Sie ist die Basis für unsere Wettbewerbsstärke und unsere Fähigkeit, das Geschäft in diesen Märkten über den gesamten Lebenszyklus zu skalieren.“
HOCHTIEF hat in mehreren wachstumsstarken und miteinander verbundenen Segmenten führende Wettbewerbspositionen erreicht.
Im KI-, Digital- und Tech-Sektor hat sich HOCHTIEF seine globale Führungsposition für Planung und Bau von Rechenzentren ausgebaut. Der Auftragseingang in diesem Bereich lag bei 16,8 Milliarden Euro im Jahr 2025, was 21 % des gesamten Auftragsbestands des Konzerns entspricht. Das Wachstum im globalen Markt für Rechenzentren ist nach wie vor extrem hoch. Der Auftragsbestand und die Projektpipeline in diesem Segment verschaffen HOCHTIEF eine solide mittelfristige Geschäftsperspektive. Aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Cloud-Dienstleistungen und Künstlicher Intelligenz wird bis 2035 eine Vervierfachung der Investitionsausgaben für Rechenzentren und Rechenleistung erwartet.
Im Rahmen der Strategie zur Ausweitung der Präsenz im gesamten KI-Ökosystem entwickelt HOCHTIEF ein paneuropäisches Netzwerk nachhaltiger Edge-Rechenzentren. Der Konzern wird diese Anlagen mit innovativen Cloud-Computing-Lösungen betreiben, die digitale Souveränität bieten. Das erste Data Center wurde im September 2025 in der Nähe von Essen eingeweiht.
Der Energiesektor ist ein weiterer strategischer Wachstumsmarkt für HOCHTIEF. Die steigenden Investitionen in die Energiesicherheit und die weltweite Umstellung auf CO2-arme Systeme stützen die anhaltende Nachfrage nach Hightech-Infrastruktur. Der Konzern ist in diesem Segment stark engagiert und realisiert dort Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Netzspeicher, Hochspannungsübertragung und regionale Netzverstärkung.
Im Kernkraftbereich setzt HOCHTIEF seine weltweite Projekt- und Ingenieurkompetenz für den Neubau von kleinen und modularen Reaktoren (SMR), Lagerung und den Rückbau von Anlagen ein. Investitionen in solche Projekte könnten bis 2050 in Europa ein Volumen von mehr als 500 Mrd. Euro erreichen. Ende 2025 hat HOCHTIEF im Vereinigten Königreich einen 15 Jahre laufenden Rahmenvertrag im Wert von 685 Mio. Euro für Infrastrukturarbeiten auf dem Areal des Kernkraftwerks Sellafield abgeschlossen. Und Anfang 2026 wurde HOCHTIEF als Teil des globalen Projekt-Delivery-Teams von Amentum für das Rolls-Royce-SMR-Nuklearprogramm ausgewählt.
Im Bereich erneuerbare Energien stärkt der Konzern seine Marktpräsenz vor allem in Australien. Dort haben HOCHTIEF-Unternehmen mehr als zwanzig große Projekte für erneuerbare Energien und Speicher realisiert.
HOCHTIEF profitiert ebenfalls vom steigenden globalen Bedarf an kritischen Mineralien, der durch nachhaltige Energietechnologien, die digitale Infrastruktur und die Modernisierung im Verteidigungssektor getrieben wird. Durch das kombinierte Leistungsportfolio der Tochtergesellschaften Sedgman und Thiess nimmt HOCHTIEF weltweit eine führende Rolle bei Bergbaudienstleistungen sowie bei der Gewinnung und Verarbeitung von Lithium, Kupfer, seltenen Erden, Nickel, Vanadium, Uran oder Zink ein.
Im Dezember hat der Konzern seine Partnerschaft mit Vulcan Energy ausgebaut. HOCHTIEF wurde durch ein Investment zum größten Anteilseigner und übernimmt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Infrastruktur zur ersten hochvolumigen Lithiumproduktion und verarbeitung in Deutschland. HOCHTIEF wurde mit Engineering, Beschaffung und Bauleitung beauftragt und als bevorzugter Baupartner ausgewählt. Der Konzern hat außerdem einen Auftrag zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie und der vorbereitenden Planung für ein großes Lithiumprojekt in Frankreich erhalten.
Auch Investitionen in die Verteidigungsinfrastruktur werden weltweit erheblich zunehmen. Deutschland und andere Europäische Länder haben ihre Budgets und Ausbauziele deutlich erhöht. Für HOCHTIEF ergeben sich dadurch Chancen, möglicherweise auch für PPP-Modelle. Auch in Australien plant die Regierung für das nächste Jahrzehnt höhere Verteidigungsausgaben. Sie sollen in diesem Zeitraum auf 765 Milliarden AUD anwachsen.
Ende 2025 verfügte HOCHTIEF über einen Auftragsbestand im Verteidigungsbereich von über 2 Mrd. Euro. Darin enthalten sind der Bau eines großen Trockendocks in Pearl Harbor für die US-Marine, Arbeiten zur Beseitigung von Hochwasserschäden für die US-Luftwaffe sowie Projekte für die australische Armee in Queensland und in South Australia. FlatironDragados wurde zusammen mit anderen Unternehmen vom U.S. Air Force Civil Engineering Center für Baudienstleistungen mit einem potenziellen Gesamtvolumen von 15 Milliarden US-Dollar ausgewählt.
Die Kernkompetenzen von HOCHTIEF im Infrastruktursektor sind für den Konzern von entscheidender Bedeutung, um die identifizierten Wachstumschancen voll ausschöpfen zu können.
Turner ist in den USA das führende Construction-Management- und Green-Building-Unternehmen. In der Asien-Pazifik-Region gehören HOCHTIEF-Unternehmen zu den größten Anbietern in den Bereichen Verkehr, Tunnelbau, Wasser, Energie und Hochbau. Auch in Europa ist HOCHTIEF seit Jahrzehnten einer der Marktführer in diesen Segmenten. Hier sind die Aussichten aufgrund zahlreicher Infrastruktur-Konjunkturpakete in wichtigen Regionen besonders positiv.
In Deutschland zum Beispiel wird der 500-Milliarden-Euro-Infrastrukturfonds der Bundesregierung in diesem Jahr erstmals Wirkung entfalten. HOCHTIEF hat seine Position im Heimatmarkt in den letzten drei Jahren bereits deutlich gestärkt. Zwischen 2022 und 2025 hat sich der Auftragsbestand in Deutschland fast verdoppelt. HOCHTIEF möchte im Heimatmarkt und Europa in den kommenden Jahren weiterhin signifikant wachsen.
Aufgrund der sehr starken Performance von HOCHTIEF im Jahr 2025 und unter Berücksichtigung der soliden Wachstumsaussichten für 2026 und darüber hinaus schlägt das Unternehmen für das abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende von 6,60 EURO pro Aktie vor. Der Betrag liegt um 26 % über dem Vorjahr und entspricht der Steigerung des operativen Nettogewinns. HOCHTIEF hält damit an seiner Politik fest, 65 % des Nettogewinns an seine Anteilseigner auszuschütten.
Ausblick
HOCHTIEF geht mit einer starken finanziellen Basis in das Jahr 2026. Als globaler Anbieter von Infrastruktur-Komplettlösungen in wachstumsstarken Sektoren wie KI, Digitales, Technologie, Energieinfrastruktur, Verteidigung und kritischen Mineralien ist der Konzern hervorragend aufgestellt. In den klassischen Kernmärkten profitiert das Unternehmen von seiner Führungsrolle und setzt auf risikominimierte Geschäftsmodelle.
HOCHTIEF prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 unter den aktuellen Marktbedingungen einen operativen Konzerngewinn von 950 bis 1.025 Millionen Euro und erwartet weiterhin starkes Wachstum. Der Anstieg beträgt 20 bis 30 % im Jahresvergleich (2025: 789 Millionen Euro). Dies entspricht einer Verdopplung des Gewinns innerhalb von vier Jahren.
HOCHTIEF-Kennzahlen
| (in Mio. EURO) |
1-12 |
2025 | 1-12 Veränd. |
|
2025 | Q4 Veränd. |
| Umsatz | 33.301,3 | 38.236,5 | 14,8% | 9.724,6 | 10.127,2 | 4,1% |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT | 1.008,3 | 1.303,3 | 29,3% | 294,1 | 403,7 | 37,3% |
| Operatives Ergebnis vor Steuern/PBT-Marge in % | 3,0 | 3,4 | 40 bps | 3,0 | 4,0 | 100 bps |
| Operativer Konzerngewinn | 625,0 | 789,3 | 26,3% | 175,1 | 251,8 | 43,8% |
| Operatives Ergebnis je Aktie (in EURO) | 8,31 | 10,49 | 26,2% | 2,33 | 3,35 | 43,8% |
| EBITDA | 1.881,5 | 2.214,7 | 17,7% | 576,9 | 642,1 | 11,3% |
| EBITDA-Marge in % | 5,6 | 5.8 | 20 bps | 5,9 | 6,3 | 40 bps |
| EBIT | 1.287,1 | 1.544,3 | 20,0% | 392,4 | 470,2 | 19,8% |
| EBIT-Marge in % | 3,9 | 4,0 | 10 bps | 4,0 | 4,6 | 60 bps |
| Nominales Ergebnis vor Steuern/PBT | 1.003,8 | 1.409,8 | 40,4% | 292,3 | 398,7 | 36,4% |
| Nominaler Konzerngewinn | 775,6 | 902,3 | 16,3% | 196,7 | 246,7 | 25,4% |
| Nominales Ergebnis je Aktie (in EURO) | 10,31 | 11,99 | 16,3% | 2,61 | 3,28 | 25,7% |
| Operativer Cashflow (OCF) vor Factoring | 1.822,8 | 2.070,9 | 248,1 | 1.468,3 | 1.532,9 | 64,6 |
| Betriebliche Investitionen netto & Leasing | -603,7 | -665,1 | -61,4 | -172.7 | -176,4 | -3,7 |
| Operativer Netto-Cashflow vor Factoring | 1.219,1 | 1.405,8 | 186,7 | 1.295,6 | 1.356,5 | 60,9 |
| Nettofinanzvermögen / Nettofinanzverschuldung | -119,9 | -97,3 | 22,6 | -119,9 | -97,3 | 22,6 |
| Auftragseingang | 41.799,4 | 52.579,2 | 25,8% | 9.734,3 | 15.947,8 | 63,8% |
| Auftragsbestand | 67.584,2 | 72.465,2 | 7,2% | 67.584,2 | 72.465,2 | 7,2% |
| Mitarbeitende (Stichtagswerte) | 56 875 | 61 519 | 8,2% | 56 875 | 61 519 | 8,2% |
