Am 3. Juli bestätigten durch Unterschrift Vertreter von Rijkswaterstaat (RWS), dem operativen Arm des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, und Vertreter von GelreGroen einen Groß-Auftrag für ein Autobahnprojekt in den Niederlanden. Das Joint Venture GelreGroen besteht aus HOCHTIEF (40%), John Laing (40%), Dura Vermeer (10%) und BESIX (10%).
Die Projektplanung sowie die Bau- und Wartungsarbeiten werden von einem Konsortium ausgeführt, bestehend aus HOCHTIEF (25%), Dura Vermeer (25%), BESIX (25%) und Van Oord (25%).
In der Umgebung von Arnheim wird das Joint Venture „GelreGroen“ die A15 um zwölf Kilometer verlängern und zudem die A12 und die A15 auf einer Strecke von 23 Kilometern durch neue Fahrspuren verbreitern. Außer Planung und Bau sieht der Vertrag auch Finanzierung sowie Betrieb und Erhaltung der Autobahn bis 2051 vor. Ursprünglich hatte das Joint Venture den Auftrag 2020 erhalten, doch aufgrund von Einsprüchen vor dem Obersten Verwaltungsgericht konnten die Arbeiten noch nicht anlaufen.
Nun ist der Start für Januar 2026 vorgesehen. Der neue Abschnitt der A15 und die zusätzlichen Fahrspuren auf der A12/A15 werden bis Ende 2031 eröffnet. Im Zuge der Bauarbeiten werden 45 Brückenbauwerke, zehn Verkehrskreuzungen und zusätzlich Lärmschutzwände errichtet. Kernstück der neuen Verkehrsachse wird die neue Brücke über den Pannerdensch Kanal mit einer Länge von ca. 2,5 Kilometern werden.
Nachhaltigkeit ist einer der Schwerpunkte des Projekts und spielt sowohl bei Planung und Bau als auch beim Betrieb der Autobahn eine große Rolle. Der Name „GelreGroen“ bezieht sich auf ein „nature inclusive Design“, bei dem „Groen“ für Nachhaltigkeit und Umweltschutz steht. Dies spiegelt sich zum Beispiel in einer effizienten Verwendung und Wiederverwendung von Materialien und Bauweisen.