Die Sustainable Development Goals und ihre Einordnung bei HOCHTIEF

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen, die als Teil der „Agenda 2030 für nach­haltige Entwicklung“ in Kraft traten, folgen einer hohen Motivation: Sie streben eine Verbesserung der Lebenssituation der Menschen und den Schutz der Erde an.

Alle Staaten sind aufgerufen, einen Beitrag zur Erreichung der formulierten Ziele zu leisten. Dafür benötigen sie die Mitwirkung aller gesellschaftlichen Akteure – die Unterstützung durch die Wirtschaftsunternehmen bildet einen wichtigen Teil der messbaren Nachhaltigkeitsentwicklung.

Drei Fragen dazu an Nikolaus Graf von Matuschka, Vorstandsmitglied der HOCHTIEF Aktiengesellschaft und zuständig für Corporate Responsibility:

Herr von Matuschka, welche Relevanz haben die Sustainable Development Goals (SDGs) für HOCHTIEF?

HOCHTIEF will den Zielsetzungen im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit bestmöglich gerecht werden. Als internationaler Baukonzern nehmen wir Einfluss auf das Umfeld zahlloser Menschen, zugleich hat das Bauen vielfältige Auswirkungen für Umwelt und Gesellschaft. Und nicht zuletzt nehmen wir auch eine Schlüsselposition für die zukunfts- und bedarfsgerechte Entwicklung von Infrastruktur ein. Mit anderen Worten: Wir können einiges bewegen. Denn die SDGs greifen Megatrends auf, die wir im Rahmen unserer Konzernstrategie mit unseren Aktivitäten ebenfalls bedienen.

Sind alle 17 SDGs gleichermaßen wichtig für HOCHTIEF?

Die von den Vereinten Nationen definierten Ziele stehen zwar gleichberechtigt nebeneinander und bedingen sich gegenseitig – aber im Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit haben einige der Ziele und Indikatoren eine besondere Relevanz für unser Tun und für das Nachhaltigkeitsmanagement des HOCHTIEF-Konzerns:

  • Industrie, Innovation und Infrastruktur (SDG 9)
  • Nachhaltige Städte und Gemeinden (SDG 11)
  • Bezahlbare und saubere Energie (SDG 7)
  • Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13)
  • Nachhaltiger Konsum und Produktion (SDG 12)
  • Leben an Land (SDG 15)
  • Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen (SDG 6)
  • Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3)
  • Chancengerechte und hochwertige Bildung (SDG 4)
  • Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16)
  • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (SDG 17)

Für diese Ziele sehen wir eine besondere Verantwortung und Einflussmöglichkeit für HOCHTIEF.

Was bedeutet das konkret?

Diese Ziele bieten direkte Anknüpfungspunkte für uns: So können wir durch Innovationen etwa den Bauprozess verbessern und damit die belastenden Auswirkungen für das Umfeld minimieren. Oder durch neuere Geschäftsfelder wie etwa grünes Bauen die Energieeffizienz von Gebäuden sichern und Infrastruktur zukunftsfähig machen – das alles sind unmittelbare Beiträge für die SDGs.

Die hohe HOCHTIEF-Relevanz für die Verfolgung insbesondere dieser Ziele spiegelt sich in unseren Themenfeldern der Nachhaltigkeit wider. Diese evaluieren wir regelmäßig und berücksichtigen dabei die Sicht interner und externer Stakeholder sowie die Auswirkungen unseres Handelns auf Umwelt und Gesellschaft. Wir sehen darum die Erreichung der SDGs in einem engen Kontext mit unserem CR-Programm, für das wir konkrete Ziele verfolgen.

Wir haben die genannten SDGs unseren bereits bestehenden Themenfeldern und deren Zielsetzungen zugeordnet. So stellen wir sicher, dass wir wesentliche Fragestellungen im Blick behalten und Rahmenbedingungen und die unternehmerische Praxis miteinander verknüpfen.

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