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Mit größter Sorgfalt

Menschenrechte

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Standards

Unser Video zu Menschenrechten zeigt unsere Haltung, unser Ziel und unsere Erwartungen.

Wir bekennen uns zu klaren und verbindlichen Standards

Als globaler Infrastrukturkonzern, der nach hohen sozialen, ökologischen und ethischen Grundsätzen arbeitet, ist sich HOCHTIEF seiner Sorgfaltspflicht bewusst und setzt sich für die Achtung und Einhaltung aller international anerkannten Freiheits- und Menschenrechte ein. Die Grundlage hierfür bilden

  • die allgemeine Erklärung der Menschenrechte (UN, 1948)
  • der internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte (UN, 1966)
  • der internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN, 1966)
  • die Erklärung der ILO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgeerklärung (ILO Kernarbeitsnormen, 1998)
  • das Übereinkommen der Rechte des Kindes (UN-Kinderrechtskonvention, 1989)
  • der UN Global Compact (UN, 1999)
  • der britische Modern Slavery Act (2015)
  • das australische Gesetz zur modernen Sklaverei (2018)
  • das niederländische Gesetz zur Sorgfaltspflicht bei Kinderarbeit (2019)
  • das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (2021).

Dies haben wir klar und verbindlich in unseren internen Prinzipien formuliert. So verpflichten der HOCHTIEF Code of Conduct die Mitarbeiter und der HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner unsere Partner, die Menschenrechte einzuhalten. Unser Bekenntnis zur Einhaltung der Menschenrechte haben wir in unserem überarbeiteten Positionspapier nochmals zum Ausdruck gebracht. Dies findet sich auch in unserem neuen Leitfaden für Geschäftspartner „Menschenrechte – Unsere Anforderungen an Sie“ wieder, der auch Bestandteil des Lieferantenauswahlverfahrens in Europa ist.

Bekenntnis zur Einhaltung von Menschenrechten

Bekenntnis zur Einhaltung von Menschenrechten - Positionspapier

PDF (305.6 KB)

HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner und Menschenrechte - Unsere Anforderungen an Sie

PDF (1.7 MB)

Engagement

Unser Engagement richtet sich an unsere eigenen Aktivitäten und die unserer Wertschöpfungskette

Viele Menschen sind – direkt oder indirekt – Teil unserer Projekte. Für sie alle trägt HOCHTIEF Verantwortung. Wir vermeiden jede Situation, die sich negativ auf deren Wohlergehen auswirken könnten. Dies gilt insbesondere in Bezug auf die Achtung der Menschenreche entlang unserer gesamten Lieferkette, sowie deren Sicherheit und Gesundheit. Das betrifft nicht nur unsere eigenen Mitarbeiter, Lieferanten, Nachunternehmer und deren Nachunternehmer, sondern beispielsweise auch Betroffene, die nur indirekt durch unsere Projekte berührt sind, wie z.B. Anwohner angrenzender Bauprojekte.

Potenzielle Nachunternehmer und Lieferanten aus Ländern, die ein erhöhtes Risiko im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen aufweisen, werden darum mit besonderem Fokus geprüft. So verpflichten wir unsere Partner durch unseren HOCHTIEF Code of Conduct für Vertragspartner und die dazugehörigen Maßnahmen, dieselben Standards in Bezug auf Menschenrechte, Arbeits-, Sozial- und Umweltstandards bei ihren Partnern durchzusetzen.

Durch eine um das Thema Menschenrechte erweiterte Lieferantenselbstauskunft – die wir gezielt bewerten – möchten wir zusätzlich sicherstellen, dass potenzielle Vertragspartner in ihrem Handeln unsere Anforderungen an die Einhaltung der Menschenrechte erfüllen.

HOCHTIEF kaufte auch 2020 zum größten Teil Materialien und Dienstleistungen von Nachunternehmern und Lieferanten aus Ländern ein, die in Übereinstimmung mit den UN-Konventionen einen hohen Menschenrechtsstandard aufweisen. In den sehr wenigen Beschaffungsländern, in denen die UN-Konventionen nicht berücksichtigt werden, setzen wir mit unseren Anforderungen eigene Standards.

Status Quo

Unser Engagement/Status Quo

Um Verstöße gegen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten zu verhindern, haben wir potenzielle menschenrechtliche Risiken in einem Risikomanagement System erfasst (Human Rights Corporate Management System).

Dieses System beinhaltet die Identifikation der Betroffenen, die Verknüpfung der Risiken mit den (potenziellen) Menschenrechtsverletzungen, die Kontrollen der Bereiche von HOCHTIEF, die mit dem Schutz und der Achtung der Menschenrechte verbunden sind sowie die Art und Weise der jährlichen Berichterstattung.

Dabei haben wir im ersten Schritt die Länder analysiert, in denen HOCHTIEF aktiv ist. So können wir die Menschenrechte identifizieren, die am stärksten betroffen sind. Im zweiten Schritt haben wir die Risiken betrachtet, die mit unseren einzelnen Aktivitäten verbunden sein können.

Dafür ordneten wir die 30 Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen den nachfolgenden 10 Kategorien zu und identifizierten dann mögliche Szenarien, in denen menschenrechtliche Risiken auftreten können.

  1. Kulturelle Rechte und geistiges Eigentum
  2. Datenschutz und Privatsphäre
  3. Menschenwürdige Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen
  4. Freie Meinungsäußerung
  5. Gesundheit und Wohlbefinden
  6. Nutzung von Ländereien und Eigentumsrechte
  7. Schutz vor Diskriminierung und Belästigung
  8. Schutz der körperlichen Integrität
  9. Vermeidung von Arbeitsausbeutung und moderner Sklaverei
  10. Transparenz und Antikorruption

 

Zudem haben wir mögliche Szenarien identifiziert, in denen verschiedene soziale Gruppen, die in den unterschiedlichen Phasen unserer Projekte involviert sind, menschenrechtlichen Risiken ausgesetzt sein könnten:

  1. HOCHTIEF-Mitarbeiter, einschließlich Zeitarbeitskräfte, Migranten, Studenten und jede andere Art von Arbeitern.
  2. Mitarbeiter in unserer Lieferkette, einschließlich Zeitarbeitskräfte, Wanderarbeiter, Studenten und jede andere Art von Arbeitern.
  3. Geschäftspartner und Kunden: Öffentliche und private Einrichtungen/Unternehmen, die in geschäftlicher Beziehung zu HOCHTIEF stehen, wie z. B. Kunden, Lieferanten, Auftragnehmer, Nachunternehmer, Joint Ventures und weitere Vertragspartner ("Partner")
  4. Lokale Gemeinschaften: Dazu gehören die Anwohner in der Umgebung unserer Projekte, Nutzer und die Zivilgesellschaft.
  5. Gefährdete Gruppen, einschließlich Gastarbeiter, indigene Völker und andere Minderheiten, Jugendliche, Kinder, Frauen und Menschen mit Behinderungen und/oder eingeschränkter Mobilität.

Unsere vorläufigen Ergebnisse haben wir dann mit den Tochtergesellschaften und Vertretern der einzelnen Fachbereiche diskutiert und im Rahmen von Interviews die Erkenntnisse vertieft (Due Dilligence Prozess). Außerdem wurden die Maßnahmen  identifiziert, die bereits zur Reduzierung der möglichen Risiken getroffen und implementiert worden sind. Zu diesem Zweck haben wir eine Bestandsaufnahme der existierenden Maßnahmen und Prozesse in den wichtigsten Funktionsbereichen (wie Compliance, Personal, Beschaffung, Projekte und Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz) durchgeführt und bewertet, welche davon die identifizierten potenziellen menschenrechtlichen Risiken verhindern bzw. reduzieren können. So vereinbaren wir unter anderem Vertragsklauseln mit Lieferanten, Nachunternehmern und Joint-Venture Partnern, in denen menschenrechtliche Sorgfaltspflichten im Rahmen der Zusammenarbeit geregelt sind. Zudem schulen wir die Mitarbeitenden und kommunizieren die Meldemöglichkeiten transparent. Weiterhin haben wir ermittelt, welche Risiken bzw. sozialen Gruppen noch durch Verbesserungsmaßnahmen abgedeckt werden müssen.

Nach Abschluss der Risikoanalyse für die Division Europe erfolgt eine Betrachtung der Risiken in der Division Americas und Asia Pacific, um anschließend ein einheitliches Human Rights Corporate Management System zu führen.

Maßnahmen

Vorbeugen, Reagieren und Entschärfen

Die bereits bestehenden Möglichkeiten der Meldung von Verstößen gegen Gesetze oder interne Vorgaben über das digitale Hinweissystem von HOCHTIEF sowie die externe Hinweishotline unseres Ombudsmanns, können auch als Beschwerdemechanismus für die Meldung von (möglichen) Menschenrechtsverstößen genutzt werden. Diese Beschwerdemechanismen sind öffentlich und anonym und für alle unsere Stakeholder zugänglich. Dadurch ermöglichen wir, dass (potenziellen) Menschenrechtsverletzungen gemeldet werden können, um entsprechend reagieren zu können. Die Meldemöglichkeiten werden auf unserer Compliance-Seite aufgeführt.

Mitarbeitende sensibilisieren

Durch die interne Veröffentlichung unseres Videos zum Umgang mit Menschenrechten bei HOCHTIEF, werden die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert. Darüber hinaus ist das Thema Menschenrechte Gegenstand unserer WebTrainings sowie der Projektstart- und Projektleiterschulungen, die regelmäßig in der Division Europe stattfinden. Ferner ist das Thema Menschenrechte Bestandteil des für jeden Mitarbeiter verpflichtenden HOCHTIEF Code of Conduct-E-Learnings, dem ein eigenes Kapitel zu dieser Thematik gewidmet wurde.

Im Interview mit dem Mitarbeitermagazin “ONE ROOF” betonte Vorstandsmitglied Nikolaus Graf von Matuschka die Schnittstelle des Themas zu anderen Bereichen und die für HOCHTIEF präventive Verantwortlichkeit für eine angemessene und notwendige Umsetzung von Maßnahmen zum umfassenden Schutz von Menschenrechten.

Das System verbessern und überwachen

Im Rahmen von Stakeholderinitiativen setzt sich HOCHTIEF schon seit Langem für die Einhaltung der Menschenrechte ein. Ein Beispiel hierfür ist die Verpflichtung des Konzerns zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen, die das Unternehmen gemeinsam mit mehreren Gewerkschaftsföderationen im Jahr 2000 unterzeichnet hat.

Die Betrachtung und Überprüfung unserer Risiken erfolgt von nun an jährlich, um unsere Maßnahmen und unser Risikomanagement regelmäßig verbessen zu können. Von den einzelnen Maßnahmen berichtet der Chief Human Rights Officer regelmäßig an das Management. Zudem wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates einmal jährlich im Rahmen eines schriftlichen Berichtes informiert.

Dr. Alexandra Albrecht-Baba

HOCHTIEF
Leiterin Konzerncompliance & Recht
Alfredstraße 236
D-45133 Essen
Tel.: +49 201 824-1463
compliance@hochtief.de